Die Digitalisierung mit der einhergehenden Entwicklung neuer Technologien hat schon jetzt spürbaren Einfluss auf die Rolle des Qualitätsmanagers. Aber wie genau sieht dieser Einfluss aus und was heißt das konkret für die Anforderungen an das Qualitätsmanagement der Zukunft?

Die Aufgaben des Qualitätsmanagers bestehen heute aus der Einführung und Weiterentwicklung des QM-Systems sowie dessen Planung, Überwachung und Anpassung. Themen wie jährliche Audits, Schulungen und das Vorbereiten von Managementreviews gehören in der Regel auch weiterhin dazu. Was aber verändert sich?

Qualitätsmanagement im Wandel

Prozesse wie das Sammeln und Verarbeiten von Daten werden aufgrund der Digitalisierung immer mehr automatisiert. Das macht sich insbesondere in der Qualitätssicherung bemerkbar: manuelle Maßnahmen zur Qualitätskontrolle und Aufwände für die Erstellung von Aufzeichnungen werden zunehmend reduziert. Auch für komplexe Auswertungen gibt es immer mehr digitale Hilfen. Wohin verlagert sich also der Schwerpunkt der Arbeit des Qualitätsmanagers? Wie sehen die neuen Anforderungen aus?

Der Schwerpunkt wird perspektivisch viel mehr auf die strategische Ebene gerichtet sein. Das Qualitätsmanagement sollte das Unternehmen bei der Weiterentwicklung im digitalen Wandel unterstützen.

Fokus auf „weiche“ Faktoren für Unternehmenserfolg

Dabei rücken Themen wie das Stärken der Innovationsfähigkeit und die bereichsübergreifenden Zusammenarbeit klar in den Fokus. Es wird wichtig, dass sich Mitarbeiter und Führungskräfte im „vernetzten Denken“ üben. Die weichen Faktoren wie Kommunikation und Kooperation treten dabei in den Vordergrund.

Das in der ISO 9001:2015 geforderte Wissensmanagement geht einher mit dieser Thematik. Die zentrale Frage dabei ist: Wie wird vorhandenes und neu erworbenes Wissen im Unternehmen geteilt und bereichsübergreifend zur Lösung von Herausforderungen eingesetzt?

Innovation braucht Wissenstransfer und Kooperationskultur

Aufgrund des demografischen Wandels werden in naher Zukunft viele Know-How Träger Unternehmen verlassen. Damit steigt das Risiko, dass Unternehmen wichtiges Erfahrungswissen für Innovationen und das operative Geschäft verloren geht.

Bereits 2014 befragte die TU Chemnitz in einer Studie bundesweit 3400 Unternehmen zum Thema Wissensmanagement. Nur 24% kümmerten sich um eine systematische Weitergabe von Wissen.

Hier bieten sich für das Qualitätsmanagement verschiedene Handlungsfelder an. Zum einen, Transparenz bzgl. des aktuellen Wissensstands zu schaffen (wer kann oder weiß was) und Unternehmen zu helfen, rechtzeitig Maßnahmen zum Wissenstransfer einzuleiten.

Um Wissen zu teilen und bereichsübergreifend im Sinne des „vernetzten Denkens“ erfolgreich anzuwenden, ist das Vorhandensein einer Kooperationskultur ein unerlässlicher Bestandteil. Diese Kooperationskultur muss oftmals erst entwickelt werden. Nur mit einer entsprechenden teamorientierten, kooperativen Unternehmenskultur sind letztlich erfolgreiche Innovationen und somit Unternehmensentwicklung und Zukunftssicherung möglich. Die Rolle des Qualitätsmanagers sollte sein, diesen Organisationsentwicklungsprozess aktiv zu unterstützen.

Dazu gehört auch die Frage, mit Hilfe von welchen digitalen Tools und Systemen (Wikis, Aufgaben- und Projektmanagement-Tools) eine moderne, teamorientierte und bereichsübergreifende Zusammenarbeit bestmöglich gefördert werden kann. Auch sollten Qualitätsmanager selbst, die oft als interne Berater fungieren, moderne und digitale Formen der Wissensvermittlung nutzen.

Innovative Best-Practice Leitfäden zur Umstellung auf ISO 9001:2015

Dies gelingt mit einem Best Practice Leitfaden zur Einführung oder Umstellung auf DIN EN ISO 9001:2015. Das Innovative: Diese fertige Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Musterdokumenten, Checklisten und Auditvorlagen ist in einem kostenlos mitgelieferten Tool für Aufgaben –und Projektmanagement integriert. Die zu bearbeitenden Aufgaben sind bereits strukturiert und transparent abgebildet. Sie können individuell auf die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst und dann an die richtigen Personen delegiert werden. Die Bearbeitung kann also sofort beginnen. Hier wird die Fachkompetenz und jahrelange Erfahrung von Spezialisten mit aktuellen Technologien und Methoden der Zusammenarbeit verknüpft.

Dies ermöglicht auch internen QM-Beauftragten die Umsetzung der neuen Norm leicht in Eigenregie zu realisieren – gleichzeitig wird Wissensvermittlung und bereichsübergreifende Zusammenarbeit leicht gemacht.

Unternehmen haben aktuell die Möglichkeit, diese innovative Vorgehensweise zu testen.

Mehr Informationen dazu finden Sie unter: https://www.schuchert.de/factro-qm-system-leitfaden-und-vorlagensammlung-nach-iso-90012015-software/

 

Über den Autor:

Klaus UhlmannKlaus Uhlmann ist Experte für Qualitätsmanagement-Systeme bei der Schuchert Managementberatung GmbH & Co. KG.

Die Schuchert Managementberatung unterstützt mittelständische Unternehmen in den Beratungsfeldern Strategie- und Organisationsentwicklung, Innovation & Change, Qualitäts- und Projektmanagement sowie Marketing & Vertrieb. Klaus Uhlmann ist Diplom-Ingenieur und Qualitätsauditor (DGQ). Mehr unter: www.schuchert.de

 

 

 

Bildquellen: clipdealer.com, Schuchert Managementberatung GmbH & Co. KG

 

Der Qualitätsmanager 4.0 – Schlüsselposition in Zeiten des Wandels? – Ein Gastbeitrag von Klaus Uhlmann

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