Krisen erfordern eine bewusste und professionelle Gestaltung, Führung und Steuerung einer Organisation, um die brenzlige Situation möglichst schnell und nachhaltig zu überwinden. Besonders Geschäftsführung und Qualitätsmanager sind hier im erheblichen Maße gefragt, da eine Krise häufig ein gravierendes Defizit an Qualität bedeutet. Doch welche Krisen gibt es eigentlich und welche Anforderungen resultieren daraus für Qualitätsmanagementbeauftragte?

 

Zwei Arten von Krisen

Schleichende Krisen: Bei einer schleichenden Krise nehmen die negativen Auswirkungen mit der Zeit immer stärker zu. Bei Erfolgskrisen ist dies häufig der Fall. Ihnen liegen z.B. eine unzureichende Kundenorientierung, eine falsche Positionierung der Dienstleistungen oder eine geringe Durchsetzungsfähigkeit bei starker Konkurrenz zugrunde. Diese strategischen Fehler zeigen erst nach und nach ihre Auswirkungen. Danach beginnt die Ertragskrise, in der die Marktposition immer weiter geschwächt wird. Durch Vermarktungsschwächen verändern sich gleichzeitig die Kostenstrukturen negativ. Oftmals wird versucht durch eine Preiserhöhung das Problem zu mindern. Dies wirkt sich jedoch wiederum auf den Umsatz aus, der für gewöhnlich infolgedessen zurück geht.

Plötzliche Unternehmenskrisen: Eine plötzliche Unternehmenskrise, tritt, wie der Name schon sagt, ganz plötzlich ein. Sie ist nicht vorhersagbar und verursacht in der Regel finanzielle Schäden. Plötzliche Unternehmenskrisen können z.B. durch Umwelteinflüsse oder durch eine weltweite Finanzkrise begründet werden.

Anforderungen an Qualitätsmanager

Bei Eintritt, idealerweise schon vor Eintritt, einer Krise muss das Management alle Vorkehrungen treffen, um die gegenwärtige und zukünftige Fehlerfreiheit möglichst umfassend zu realisieren. Das Management muss in Zusammenarbeit mit dem Qualitätsmanager geeignete Konzepte, Methoden und Instrumente finden, um die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Krise zu minimieren oder eine bestehende Krise einzudämmen. Prophylaktisch können Qualitätsmanager bspw. Szenario-Analysen im Bereich Risikomanagement durchführen, um derartige Gefährdungspotenziale zu erkennen und entsprechende Maßnahmen vorzubereiten. Ist diese Chance jedoch verpasst und die Krise ist schon eingetreten, bleibt nur die schnelle und konzentrierte Krisenbewältigung. Nur wenn dies gelingt, lassen sich daraus Erkenntnisse gewinnen, die zur Krisenvorsorge genutzt werden können. So kann z.B. durch geringere Fehlerquoten verlorenes Vertrauen der Kunden zurückgewonnen werden.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es in Krisensituationen auf einen vorausschauenden Blick und einen kühlen Kopf sowie auf die schnelle und zielführende Überprüfung und Optimierung von Prozessen und Geschäftsabläufen ankommt. Nur so können Unternehmen sicher durch Krisensituationen geführt werden.

Krisenmanagement – Anforderungen an Qualitätsmanager
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