Entscheidet sich eine Bildungseinrichtung dafür, ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen, bedingt dies einer sorgfältig durchdachten Projektplanung. Es müssen Projektleiter und QM-Beauftragte ernannt werden, Mitarbeiter einbezogen und informiert werden, ein Qualitätsmanagementhandbuch verfasst werden etc. Die Netzplantechnik ist ein effektives Hilfsmittel, um ein solch komplexes Projekt umzusetzen.

Drei wichtige Elemente eines Netzplans

In einer Netzplan-Graphik werden die einzelnen Projektschritte und Tätigkeiten so zueinander angeordnet, dass die zeitlichen und kausalen Abhängigkeiten der Abschnitte und Tätigkeiten erkennbar werden. Dafür stehen drei Elemente zur Verfügung:

Ereignis: Ereignisse können Beginn und Ende oder Zwischenergebnis innerhalb eines Vorgangablaufes sein. Sie haben keine Dauer und verbrauchen keine Ressourcen (personell und materiell). Sie werden mit einem Kreis gekennzeichnet.

Vorgang: Ein Vorgang ist die notwendige Tätigkeit, die erledigt werden muss, um in einem Projekt von einem Ereignis zum nächsten zu kommen. Ein Vorgang hat eine Dauer und verbraucht Ressourcen. Er wird mit einem Rechteck dargestellt.

Dauer:  Die Dauer ist die Zeit, die notwendig ist, um einen Vorgang zu beenden. So können z.B. der Arbeitsaufwand oder personelle Ressourcen die Dauer eines Vorgangs beeinflussen. Die Dauer wird mit einem t gekennzeichnet.

Beispiel:

Abfolge von Prozessen in einem Netzplan

 

Zusätzlich zu der kausalen Darstellung der Projektabläufe gibt es verschiedene zeitliche Dimensionen, die in einen Netzplan eingefügt werden können.

  • Kritischer Pfad: Der kritische Pfad stellt eine Folge von Vorgängen im Projekt dar, deren Beendigung am meisten Zeit beansprucht. Er wird mit einem dicken Pfeil gekennzeichnet.
  • Frühester Anfangszeitpunkt (FAZ): Der FAZ ist der früheste Zeitpunkt, zu dem ein Vorgang beginnen kann.
  • Frühester Endzeitpunkt (FEZ): Der FEZ ist der früheste Zeitpunkt, zu dem ein Vorgang beendet werden kann.
  • Spätester Anfangszeitpunkt (SAZ): Der SAZ ist der späteste Zeitpunkt, zu dem ein Vorgang beginnen kann.
  • Spätester Endzeitpunkt (SEZ): Der SEZ ist der späteste Zeitpunkt, zu dem ein Vorgang beendet werden kann.
  • Pufferzeit: Die Pufferzeit ist die maximale Zeitdauer, um die ein Vorgang hinausgezögert und trotzdem in der kürzestmöglichen Zeit beendet werden kann. Die Pufferzeit lässt sich errechnen, indem man den FAZ vom SAZ oder den FEZ vom SEZ abzieht.

 

Beispiel:

Ablauf eines Prozesses in einem Netzplan mit Zeitangaben

 

Mit der Netzplantechnik behält man den Überblick über die gesamte Projektplanung. Denn nur eine effiziente Gestaltung der Projektorganisation und -planung kann den Aufwand und die Zeit für die Einführung eines Qualitätsmanagements verschlanken.

Sie möchten mehr über Projektmanagement in Bildungsorganisationen erfahren? Dann informieren Sie sich im Seminar „Projektmanager – Angesteuert und ausgestaltet – Qualitätsprojekte zielgerichtet planen und durchführen“ der CERTQUA GmbH (www.certqua.de).

Netzplantechnik – So planen Sie Ihr Qualitätsprojekt richtig

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