Anfang Juni 2015 wurden von der Bundesagentur für Arbeit neue Bundes-Durchschnittskostensätze (BDKS) für Maßnahmen veröffentlicht. Im Rahmen der Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung (§ 81/ FbW) kann nicht von einer eindeutigen Entwicklung in die eine oder andere Richtung gesprochen werden. Die Veränderungen bewegen sich ganz überwiegend im Eurocent-Bereich. Jedoch sind einige neue Berufskennziffern (BKZ)-Zuordnungen zu verzeichnen. So gibt es für die Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe (Berufsgruppe 63*) mit der Berufsgattung Spezialist und Experte einen recht hohen BDKS von 6,48€. Die umschulungsbegleitende Hilfen (erneut wurde leider nicht zwischen der Version mit oder ohne Lernprozessbegleitung unterschieden), werden regulär mit 9,85€ statt mit 10,00€ bemessen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Abwärtsentwicklungen der Kostensätze, sofern es die statistischen Erhebungen zulassen, auf einer wohl beachtlichen Zahl von Zulassungen unterhalb des BDKS basieren. Aufwärtsentwicklungen sind dagegen als Folge von Zustimmungen seitens des Operativen Service in Halle der Bundesagentur für Arbeit zu über BDKS kalkulierten Maßnahmen zu sehen.

Neue Empfehlungen des AZAV-Beirats

Nicht nur die neuen BDKS-Listen wurden im Juni veröffentlicht, auch der AZAV-Beirat gab Mitte des Monats neue Empfehlungen heraus. Die aktuelle Version der Empfehlungen beinhaltet jedoch keine Neuerungen zu Referenzauswahl oder Zulassungsvoraussetzungen im Bereich der Maßnahmen gemäß § 81(FbW) oder § 45 (AVGS). Einzige Neuerung ist die explizite Forderung zur Maßnahmenüberwachung im Rahmen von Audits. Dabei soll die Fachkundige Stelle prüfen, ob die für die Zulassung entscheidenden Kriterien in der Durchführung auch umgesetzt werden.

 

Neue BDKS-Liste und neue Empfehlungen des AZAV-Beirats: Nur marginale Änderungen
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