Three business people interacting in a meetingQualitätsmanager stehen mit ihrer umfassenden und bereichsübergreifenden Tätigkeit regelmäßig sehr hohen sozialen und fachlichen Anforderungen gegenüber. Eine gute Möglichkeit, Qualitätsmanager bei der Bewältigung ihrer Aufgaben und der Reflexion ihres eigenen Handelns zu unterstützen, ist die Supervision. Sie hat zum Ziel, die Arbeit des Mitarbeiters auf der Ebene der Arbeitsergebnisse, auf organisatorischer sowie auf kommunikativer Ebene zu verbessern. Doch welche Möglichkeiten, eine Supervision durchzuführen gibt es und wie kann Supervision das generelle Qualitätsmanagement unterstützen?

 

 

Arten und Anwendungsfelder der Supervision

Es gibt folgende relevante Arten der Supervision:

  • Einzelsupervision: Die Supervision findet hier in einem Einzelgespräch statt. Eine Person reflektiert ihren Arbeitsbereich und die damit verbundene Kommunikation.Man kann diese Form der Supervision auch Coaching nennen.
  • Teamsupervision: Die Teamsupervision besteht, wie der Name schon sagt, aus den Mitgliedern aus einem Team bzw. einer Abteilung.
  • Gruppensupervision: In der Gruppensupervision können sich Mitarbeiter verschiedener Abteilungen wiederfinden. Es findet also eine bereichsübergreifende Reflektion verschiedener Rollenträger einer Organisation statt.
  • Organisationssupervision: Diese Supervision umfasst die größte Gesprächgruppe. Hier beleuchtet eine gesamte Organisation Leitungs-, Steuerungs- und Hierarchiefragen, Beziehungen zwischen Abteilungen sowie Beziehungen zu Kunden und Lieferanten.

Desweiteren lässt sich die Supervision nach ihren Anwendungsfeldern unterscheiden:

  • Ausbildungssupervision: Diese Supervision dient dazu die Supervisionsmethode zu erlernen.
  • Supervision während des Veränderungsmanagements: Die Supervision dient hier zur Begleitung von organisationalen Veränderungsprozessen. So können einzelne Mitarbeiter, Teams oder die Leitung unterstützt werden.
  • Berufsbegleitende Supervision: Sie ist die am häufigsten praktizierte Supervision. Sie lässt sich wiederum in drei Bereich einteilen:

a) kundenbezogene Supervision: Diese Supervision dient vor allem dazu, die Fachkompetenz im Umgang mit Kunden und Kollegen zu erhöhen. Außerdem soll sie die berufliche   Identifikation der Mitarbeiter schärfen

b) kooperationsbezogene Supervision: Ziele dieser Supervision sind die Verbesserung der Team- und Projektgruppenarbeit, die Erhöhung der Effektivität und Effizienz der Arbeit und die   Erhöhung der  Arbeitszufriedenheit.

c) rollenbezogene Supervision: Hier steht das eigene Rollenverständnis bzw. die Rollengestaltung der Mitarbeiter im Vordergrund.

 

7 Phasen der Durchführung einer Supervision

 1. Auftrag analysieren und klären:

In der ersten Phase für die Durchführung einer Supervision, wird der Auftrag in Augenschein genommen und die Rollen der Beteiligten definiert.

2. Vertrag abschließen und Setting auswählen:

Nachdem die Ziele der Supervision definiert und die beteiligten Personen geklärt sind, wird ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen. In ihm werden der Zeitrahmen, die Dauer, die Teilnehmer, die Ziele und das Honorar festgehalten.

 3. Themen sammeln und strukturieren:

Diese initiale Phase dient dem Aufbau einer gemeinsamen persönlichen und fachlichen Basis. Zu diesem Zeitpunkt werden relevante Themen gesammelt und strukturiert.

 4. Themen reflektieren und Problemfelder erkennen:

Diese Phase ist durch Reflektion der problematischen Themenfelder gekennzeichnet. Das Ziel ist das Erkennen und Benennen des eigentlichen Problems.

 5. Reflektionsergebnisse strukturieren und verarbeiten:

Die in der vorhergegangenen Phase gewonnenen Ergebnisse der Reflektion werden jetzt strukturiert und die Handlungsoptionen aufgezählt.

6. Handlungsoptionen in der Praxis üben:

Im nächsten Schritt werden die erarbeiteten Handlungsoptionen in der Praxis geübt. Dies geschieht zunächst innerhalb der Supervision, bis sie dann in der Arbeitspraxis getestet werden.

 7. Supervision bewerten:

Die letzte Supervisionssitzung sollte immer eine Rückschau und eine Evaluation zum Gegenstand haben. Hierbei sollten der Erfüllungsgrad der Ziele und die Zufriedenheit der Beteiligten hinterfragt werden. Nach einem Zeitabstand sollte die Supervision wiederholt werden.

 

Supervision und ihre Bedeutung für das Qualitätsmanagement

Die Supervision trägt grundsätzlich zur Qualitätsentwicklung der Arbeit bei. Dabei werden insbesondere die Prozess- und die Ergebnisqualität verbessert. Dies setzt natürlich eine Einbindung in die Organisation und in das Qualitätsmanagementsystem voraus. Darüber hinaus kann die Supervision phasenweise das Erstellen, Überprüfen oder die Dokumentation von Qualitätsaufzeichnungen übernehmen. Für die Pflege der bestehenden Dokumentation ist die Supervision jedoch nicht das geeignete Werkzeug. Sie unterstützt vielmehr das Erarbeiten eines gemeinsamen Qualitätsverständnisses und der Ziele für konkrete Anwendungsfälle.

Wollen Sie mehr zu wirksamen Werkzeugen für das Qualitätsmanagement wissen, dann besuchen Sie unsere QM-Basisseminare für Fach- und Führungskräfte im Bildungsmanagement.

Bildquelle: www.clipdealer.com

Was Supervision für das Qualitätsmanagement leisten kann

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