Vor dem Hintergrund der Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2008 zur Einrichtung des Europäischen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (EQR) wurde am 1. Mai 2013 der Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) eingeführt. Mit der Zuordnung der allgemeinbildenden Schulabschlüsse zum DQR in diesem Jahr sind durch den Arbeitskreis DQR (AK DQR) und die Bund-Länder-Koordinierungsstelle (B-L-KS) mittlerweile alle wesentlichen formalen Qualifikationen einem DQR-Niveau zugeordnet
worden. Die Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates sieht darüber hinaus die Zuordnung non-formaler Bildungsformate zum EQR/ DQR vor. Aufgrund der strukturellen
Unterschiede zwischen formalen und non-formalen Lernen bedarf es hierfür jedoch der Etablierung neuer Zuordnungsverfahren. Die Ausgestaltung derartiger Zuordnungsverfahren sowie deren
Pilotierung werden derzeit intensiv in den DQR Gremien diskutiert. Aus Sicht der Arbeitgeber müssen entsprechende Verfahren eine wettbewerbsneutrale Zuordnung gewährleisten und
möglichst auf bestehende plurale und privatwirtschaftlich organisierte Strukturen der Akkreditierung und Zertifizierung von Bildungsanbietern und -formaten basieren, um der Schaffung von
Parallelstrukturen vorzubeugen.
Diesem Them a widmet sich am 19.10.2017  Jürgen Hollstein (Geschäftsführer, Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung) beim 14. CERTQUA-Branchenforum in Köln. Mehr Informationen zur Konferenz auf der CERTQUA-Website.
DQR – Aktueller Stand und Ausblick auf die Zuordnung von Qualifikationsprofilen der betrieblichen Weiterbildung
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